
Funky Duel
Die Idee:
Zwei Musiker duellieren sich im Funk-Style

Funky-Duel gibt es in zwei Versionen:
Für Altax und Barisax oder für Altsax und Tuba als Soloinstrumente
Eingebettet ist die Musik in einen satten Funk-Groove.
Die Solisten
Die Soloparts sind für die Ausführenden eine Herausforderung. Die Musik verlangt technisches Geschick, tonliche Vielseitigkeit und ein gutes Rhythmusempfinden. Ich kann mich glücklich schätzen, dass sich drei starke Instrumentalisten der Herausforderung gestellt haben, um "Funky Duel" einzuspielen.

Jürgen Rapos
Alt-Saxophon

René Lankeit
Bariton-Saxophon

Bassti
F-Tuba
Ein musikalisches Duell auf Augenhöhe
Drohgebärden, Spannung und Dramatik
Das Duell
Zwei Musiker/innen duellieren sich im Funk-Stil. Beide sind starke Instrumentalisten und selbstbewusste Persönlichkeiten. Das macht die Angelegenheit noch spannungsgeladener und aufregender.
Zunächst werden die "Waffen" gezeigt. Jeder will beweisen, dass er das musikalische Material beherrscht - sowohl das aggressive Hauptthema als auch das das lässige Nebenthema.
Nach der Exposition umspielen die Protagonisten das musikalische Material und steigern sich in eine beeindruckende Virtuosität. Die sich daraus entwickelnde Rivalität schaukelt die Leistungen der beiden in immer beeindruckendere Sphären.
Im letzten Drittel ist Schluss mit Drohgebärden und Verhöhnungen, denn jetzt wird es ernst. Nun werden - bildlich gesprochen - die Waffen gekreuzt.
Die Big-Band
Die Big-Band spielt eine wichtige Rolle. Einerseits liefert sie das rhythmische und harmonische Fundament, auf dem sich die Protagonisten bewegen. Die Band steht aber auch sinnbildlich für die Zuschauer, die hin- und hergerissen sind zwischen Faszination und Entsetzen. Das Ensemble steht zudem für die Schaulustigen, die den Nervenkitzel suchen und für diejenigen, welche die Kombattanten in ihrem Tun anfeuern.
Die dominierende Figur ist hier die Lead-Trumpet. Weitere wichtige Akteure sind die Bassgitarre, die im Funk eine zentrale Rolle spielt, sowie das Xylofon und das Drumset. Die Akteure genießen es, mit gekonnten Aktionen einen Teil der Aufmerksamkeit auf sich ziehen zu können.
Das Finale
Spätestens im Finale wird deutlich, dass sich die Solisten auf Augenhöhe befinden. Trotz atemberaubender Technik kann letztlich keiner der beiden den entscheidenden Treffer platzieren. Ein Patt ist das vollkommen gerechte Ergebnis und wird von allen anerkannt.
Die Solisten
Die im Mittelpunkt stehenden Musiker müssen technisch, tonlich, rhythmisch und stilistisch äußerst versiert sein. Wer würde sich denn schließlich auf ein Duell einlassen, ohne sicher zu sein, daraus als Sieger hervorzugehen?
Spieltechniken
Das Musikstück gibt den Ausführenden Gelegenheit, Spieltechniken anzuwenden, die nicht alltäglich sind. Dazu gehören Flatterzunge, Glissando, Growling oder Subtone. Ein Schmankerl für das Altsaxofon ist die Option für Flageolett bzw. High-Tone. Besonders effektvoll auf der Tuba ist demgegenüber der Einsatz von Multiphonics.
Die Entstehungs-Geschichte
Funk oder Fusion?
Nachdem die ersten Ideen erklungen sind, sprach viel dafür, den Song stilistisch im Jazz-Rock bzw. Fusion weiterzuentwickeln. Beim Anhören der ersten Fragmente entschied ich mich dann aber für Funk. Ich fand insbesondere, dass eine synkopische Basslinie und ein akzentuierter Bläsersatz gut zur Musik passen.
Das Interessante an Funk-Music ist beispielsweise, dass der Bass ein unruhiges Eigenleben führt. Das ist in der Rockmusik nicht der Fall. Das Schlagwerk vollzieht im Funk synkopische Offbeat-Rhythmen, die für Rockmusik ebenfalls untypisch sind. Ein weiteres wesentliches Merkmal von Funk ist die repetitive Grundrhythmik. Dabei kommen häufig percussiv gedachte Einwürfe der Bläser zum Einsatz. Auch relativ eigenständige Mallets sind im Funk häufig anzutreffen. Das eignet sich für "Funky-Duel" besonders gut. Damit war die Entscheidung, das Stück im Funk-Style auszuarbeiten, gefallen.

Xylophon
Eine virtuose und in großen Teilen eigenständige Xylofon-Stimme ist eine sehr effektvolle Zugabe für Musik im Funk-Stil.

Trompete
Die Lead-Trumpet ist beim Funky-Duel das Alpha-Tier in der Big-Band.

Schlagwerk
Hier ein Auszug aus der frühen Konzeption. Es ist deutlich zu erkennen, dass es sich nicht um einen monotonen On-Beat handelt, wie er in vielen anderen Musikrichtungen anzutreffen ist.
E-Bass
Dieser Notenauszug lässt erkennen, dass die Bassgitarre hier keine monotone Basslinie beschreibt, sondern eigenständig und weitgehend synkopisch agiert:


Saxofonsolist und Fotograf
René Lankeit
"therealrenne" auf Instagram



René Lankeit ist ein sehr talentierter Musiker und überzeugender Vollblut-Saxofonist. Daher war er meine erste Wahl für den Barisax-Part in Funky Duel.
Neu war mir, dass er 365 Tage lang fotografisch Menschen porträtiert. Ich habe mich gefreut, Teil dieser Performance zu sein. Das Foto ist klasse und der Text schmeichelt mir.
René ist ein sympathischer Typ, dem sein musikalisches Können nicht zu Kopf gestiegen ist.
Der Instagram-Kanal ist einen Besuch wert (hier).
Lesenswert ist auf jeden Fall auch Renés Liebeserklärung an das Barisax. Ein Instrument, das über fantastische Möglichkeiten verfügt, aber häufig unterschätzt und leider oft schlecht gespielt wird.
Ein Insider-Witz über das Instrument lautet nicht ohne Grund:
"Ich spreche vier Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch und Baritonsaxophon!"

Last but not least
Ton & Bild
Die musikalische Idee muss einen Weg vom Kopf des Komponisten in Ohr (und Auge) der Empfangenden finden. Dieser Weg geht über viele Stationen. Eine dieser Stationen ist das Tonstudio. Anders als bei Live-Aufführungen ist das Tonstudio der Dreh- und Angelpunkt bei der Realisierung eines Projekts. In der Regel gehört auch ein Video dazu.
Was im Ergebnis einfach aussieht, ist in der Erstellung eine unglaublich komplexe Angelegenheit. Dafür wird nicht nur Hard- und Software benötigt, sondern es wird jemand gebraucht, der sehr breit aufgestellt ist. Das Anforderungsprofil umfasst musikalisches und technisches Verständnis, das weit über die Basis-Skills hinausgeht.
Naheliegend ist es natürlich, ein professionelles Tonstudio zu beauftragen. Aber wenn sich Laien zusammentun und über kein nennenswertes Budget verfügen, ist die Herausforderung ungleich größer.
Vor diesem Hintergrund bin ich unendlich dankbar über die Zusammenarbeit mit dem Studio RoJo-Music. Wenn sich Ton- und Bildtechniker Robert Josek für ein Projekt begeistert, bringt er sich mit viel Engagement ein. Dafür möchte ich ihm an dieser Stelle ein ganz herzliches DANKESCHÖN aussprechen.


